2. Voraussetzungen zentraler Funktions- & Verstehensleistungen

Kognitive Fähigkeiten

a) Speicherfähigkeit des Gehirns:

Eine wichtige Funktion unseres Gehirns ist die Speicherfähigkeit. Damit dies funktioniert, müssen die Gehirnhälften gut vernetzt sein. Da die rechte Gehirnhälfte (meist Gestalthirn) die linke Körperhälfte steuert und die linke Gehirnhälfte (meist Logikhirn) für die rechte Körperhälfte verantwortlich ist, müssen diese gut zusammenarbeiten, wenn es Funktionen ausüben soll, die über die Körpermitte gehen. Dies ist vor allem im Schriftspracherwerb wichtig. Bei Jungen sind die Gehirnhälften tendenziell schlechter vernetzt, da deren Gehirnstränge dünner sind. Um Wissen zu speichern, müssen Synapsen gebildet werden. Desto mehr Vernetzungen es gibt, desto besser wird Wissen gespeichert.

Da Synapsen, die sich einmal gebildet haben für immer bestehen bleiben, ist die Neuropsychologie der Ansicht, dass wir nie etwas vergessen, sondern einfach nicht  wissen, wie man darauf zurückgreifen kann. Jedoch können neu gebildete Synapsen wieder gelöscht werden, wenn keine Vernetzung erfolgt.

Damit sich Synapsen bilden können, muss es eine bestimmte kognitive Lernumgebung vorhanden sein. Zu diesen zählen unter anderem positive Gefühle und Entspannung, da ohne das Glückshormon Endorphin können keine Synapsen aufgebaut werden können. Daher sollte man im Kontext desLernens Aggressionen, Stress, Angst und Reizüberflutung vermeiden. Bei Reizüberflutung überlasten visuelle, akustische und emotionale Eindrücke das Gehirn und die Bildung von Synapsen wird eingestellt und  können sogar gelöscht werden. Bei  Jungen kommt es häufiger zu diesem Stopp, da diese einen höheren Medienkonsum als Mädchen haben.

Da eine gute Verbindung der Gehirnhälften grundlegend für komplexe Denkprozesse ist, ist es vor allem für den Schriftspracherwerb wichtig.

Von BH, 25. Mai 2010, 22:37 Uhr

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