1. Phase: logographische Phase

-      beginnt mit dem Lesen

-      erster Zugang zum Schriftspracherwerb

-      ist eine „direkte Strategie“ im Sinne des Zwei-Wege-Modells, d.h. sie ist nicht phonologisch vermittelt und sowohl   Lesen als auch Schreiben sind nur möglich, wenn bereits eine Gedächtnisrepräsentation des entsprechenden Wortes vorliegt

-          Kinder lernen Wortbilder auswendig und reproduzieren diese: symbolisches Lernen

-          manche Kinder überspringen logographische Phase

-          endet mit Schreiben

2. Phase: alphabetische Phase

-          beginnt mit Schreiben

-          umfasst alles Schreiben von Anfängen bis zur einwandfreien Schrift

-          bedient sich dagegen der Graphem-Phonem Korrespondenzen und zeichnet sich sowohl beim Lesen als auch beim Schreiben durch ihre sequentielle Kleinschrittigkeit aus

-          Kern der Rechtschreibregelung

-          Inneres Lexikon (7 Buchstaben müssen gefestigt sein um weiter zu lernen)

-          Kind bemerkt, dass sich Buchstaben immer wieder wiederholen und einen zugeordneten Laut haben – Grundverständnis über Alphabet

-          Stufe, auf der Lese-Rechtschreib-schwache Kinder zum ersten Mal scheitern

Differenzierung der alphabetischen Strategie:
- beginnendes lautorientiertes Schreiben
- vollständigere Verschriftungen
- und (fast) vollständige lautorientierte Verschriftungen

3. Phase: orthographische Phase

-          beginnt mit Lesen von Texten anderer

-          diese Entdeckung wir d aufs Schreiben übertragen und ist sehr komplex (kann ein Leben lang andauern

-          Kind lernt Rechtschreibregelung, Bsp. „Jedes Wort hat ein Vokal“

-          lernschwache Kinder schaffen den Schritt in diese Phase nicht

Die Spannen zwischen den 3 Stufen sind weit, die Stufen bauen sich aufeinander auf, nur wenn die alphabetische Phase gut läuft kann die orthographische Phase anfangen, die logographische Phase ist nicht zwingend notwendig.

Lese- und Rechtschreibschwache Kindern scheitern bereits in der alphabetischen Phase

Nach 2 – 3 Monaten (d.h. bis 1.Weihnachtsferien) sollte Verständnis für Sprache und Grundregeln gelernt sein (alphabetische Phase), sonst sollte man schnellst möglichst Konsequenzen ziehen (bsp. Ohren-, Augenarzt)

Übergeneralisierung: Kind lernt Rechtschreibstrategie und wendet diese ständig an, was Zeichen dafür ist, dass das Kind aktiv mitlernt. Dieses Problem ist normal und baut sich nach der Zeit wieder ab. Bsp: Kind schreibt das Wort „Oma“ richtig und lernt Rechtschreibregelung „das stumme h“ à überträgt dieses auf das Wort „Oma“ und schreibt „Ohma“

Von FR, 2. Juni 2010, 21:35 Uhr

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