Lesen Schreiben
Beim Lesenlernen ist es besonders wichtig den Grundschülern sowohl ganze Wörter als auch einzelne Buchstaben zu präsentieren. Unter Umständen können bedeutende Wörter (wie beispielsweise „Theater“, oder „Zirkus“) vorangenommen werden.Außerdem sollten immer sinnvolle Texte verwendet werden. In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass Lehrkräfte vorsichtig sein sollten, mit Fibeln, die aus einer durchlaufenden Erzählgeschichte bestehen. Denn wenn ein Kind einmal kein Interesse an einer einzelnen Geschichte zeigt, verliert es schnell den Anschluss und versteht die Fortsetzungen nicht mehr.Kinder sollten beim Üben immer sowohl laut als auch leise lesen. Dabei ist das Ziel einerseits den Sinn des Gelesenen zu erfassen, andererseits aber auch die Lesetechnik zu verbessern.Die Lehrkraft sollte Lesetexte in vielfältiger Weise bereitstellen und im Unterricht verwenden. Als Beispiele können Sachtexte, Märchen, Fabeln und Texte in Form von Briefen genannt werden.Wenn Kinder in der Schule laut vorlesen, ist auf Struktur und Offenheit zu achten. Das heißt auf der einen Seite sollen die Schüler die Struktur des Geschriebenen erfassen und auf genaues Lesen achten, auf der anderen Seite sollen sie den Sinn des Textes erfassen. Die Lehrkraft gerät oft in Entscheidungsschwierigkeiten, wann sie einen Schüler, der etwas falsch vorliest, unterbrechen soll und wann sie ihn weiterlesen lassen sollte, damit die Sinnerfassung nicht unterbrochen wird. Allgemein kann man sagen, dass es vor allem anfangs sinnvoll ist, die Schüler zu unterbrechen, da es gerade beim Buchstabenerwerb wichtig ist, genau zu lesen und zu sprechen. Beim Schreiben und auch beim Schreibenlernen kommt der Motorik eine sehr große Bedeutung zu. Die Kinder sollten die Buchstaben vom Großen hin zum Kleinen lernen, da dies für sie eine enorme Erleichterung darstellt. Beispielsweise wird das große „A“ zuerst in die Luft gemalt, danach auf den Boden, in den Sand, auf die Tafel und schließlich langsam kleiner und präziser auf ein DIN A3 Blatt und letztlich in ein Heft mit Zeilen, welche oft in der Art eines Hauses aufgebaut sind (Dachgeschoss, Erdgeschoss, Keller).Als Schreibmaterialen für die Grundschule sind Filzstifte sehr gut geeignet, da schon bei einfachem Aufdrücken ein schöner Strich entsteht. Nachteil dieses Schreibmediums ist das Durchdrücken der Farbe auf die nächste Seite, weswegen Filzstifte für Papiere, die aufgehängt werden, passend sind. Bei Buntstiften und Wachsmalkreiden müssen die Kinder stärkeren Druck auf den Stift ausüben und verlieren so die so wichtige lockere Hand.Außerdem ist es sinnvoll, den Kindern viele verschiedene und in schöner Form vorhandene Papiere anzubieten – v.a. schöne weiße Blätter und Tonpapier –, da sie darauf auch lieber etwas schreiben, was wiederum ihre Schreibfähigkeit schult.Wenn etwas von den Kindern Geschriebenes aufgehängt werden soll, bieten sich besondere Materialien wie Rinde, buntes Tonpapier, Butterbrotpapier usw. an. Beim Aushängen muss aber immer beachtet werden, dass von jedem Kind genau gleich viel zur Schau gestellt wird.Das Schreibenlernen geht von der Druckschrift hin zur Schreibschrift, wobei die Bewegungsabfolge der Buchstaben bei beiden Schreibarten festgelegt ist. Bei der Vereinfachten Ausgangsschrift beginnt und endet z.B. jeder Buchstabe am oberen Ende des Mittelbandes.Des Weiteren sollte man als Lehrkraft oder Elternteil auf die Stifthaltung des Kindes achten und diese bei Fehlhaltungen verbessern. Auch die Händigkeit muss bei Kindern, die sich noch nicht sicher sind, mit welcher Hand sie schreiben, überprüft werden, was durch Tests wie Ball zuwerfen oder Hände ineinander falten lassen einfach möglich ist. Ein Umlernen der Händigkeit ist unbedingt zu unterlassen.

 

Dies alles waren nur Grundgedanken zum Thema Schrift. Die Entscheidung über das Unterrichten liegt aber letztendlich bei der jeweiligen Lehrkraft.

Anna Hambach und Theresa Anna Pflantz

Von AH1, 22. Juni 2010, 12:27 Uhr

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