Probleme beim Lesen-und Schreibenlernen
1. Physische Gründe:
Probleme beim Lesen- und Schreibenlernen können physische Gründe haben. Ist die Funktion eines oder mehrerer Sinnesorgane eingeschränkt, so ergeben sich Schwierigkeiten für das Kind beim Lernen. Somit ist es unabdingbar, bei einem Kind mit Lese- und Schreibschwierigkeiten die Funktionalität der Augen, der Ohren usw. überprüfen zu lassen. Des Weiteren kann eine mangelhafte Motorik oder ein schlecht geschulter Gleichgewichtssinn auch zu Problemen führen. Dabei sollte man bedenken, dass der Gleichgewichtssinn hauptsächlich – aber nicht nur – im Ohr sitzt. Er sitzt auch in den Gelenken, womit bei schweren Brüchen das Gleichgewicht gestört sein kann. Auf jeden Fall muss das Kind in Gleichgewicht und Motorik gefördert werden, wenn Defizite vorhanden sind.

2. Rechtschreibstörungen:
Zu den Rechtschreibstörungen gehören Legasthenie/Dyslexie, Lese-Rechtschreibstörungen (LRS) und Wortfindungsstörungen.
Unter Legasthenie versteht man laut der World Health Organisation (WHO) Folgendes:
Legasthenie bezeichnet eine umschriebene Störung im Erlernen der Schriftsprache, die nicht durch eine allgemeine Beeinträchtigung der geistigen Entwicklungs-, Milieu- oder Unterrichtsbedingungen erklärt werden kann. Vielmehr ist die Legasthenie das Ergebnis von Teilleistungsschwächen der Wahrnehmung, Motorik und/oder der sensorischen Integration, bei denen es sich um anlagebedingte und/oder durch äußere schädigende Einwirkungen entstandene Entwicklungsstörungen von Teilfunktionen des zentralen Nervensystems handelt.
Legasthenie ist eine Störung, die dauerhaft auftritt. Sie äußert sich darin, dass der/die Betroffene Buchstaben weglässt oder vertauscht. Häufig ist das Sinnverständnis beim Lesen eines Textes vorhanden, aber die Lesetechnik erscheint mangelhaft. Dabei lässt sich sagen, dass von Legasthenie betroffene Kinder oft einen normalen bis hohen Grad an Intelligenz vorweisen.

Im Gegensatz dazu tritt LRS temporär auf und wird durch Traumata oder vorübergehende Probleme verursacht. LRS lässt sich bei optimaler Förderung nach mehreren Monaten bis zwei Jahren beheben.
Insgesamt lässt sich sagen, dass es sich bei Rechtschreibstörungen um schwere Störungen handeln, die unbedingt förderbar sind. Um eine gute Genesung zu gewährleisten ist es sehr wichtig, dass der Lehrer eine saubere Diagnose erstellen lässt und veranlasst, dass das Kind entsprechend gefördert wird.

3. Schwere psychische Traumata

4.

Entwicklungsverzögerung
psychische Krankheiten
sind alle Erlebens- und Verhaltensstörungen, die über einen längeren Zeitraum erheblich von der Norm abweichen, mit einem Leidensdruck verbunden sind und/oder eine Beeinträchtigung für den Betroffenen oder seine Umwelt zur Folge haben. Psychische Störungen beziehen sich immer auf die gesamte Persönlichkeit, auch wenn überwiegend nur einzelne Funktionen betroffen sind. Im folgenden möchte ich die Depression als psychische Krankheit näher betrachten:
Unter Depression versteht man einen emotionalen Zustand, der durch starke Traurigkeit und Niedergeschlagenheit, Gefühle der Wertlosigkeit und Schuld, sozialem Rückzug, Schlafstörungen, Verlust von Appetit und sexuellem Verlangen oder den Verlust von Freude und Interesse am alltäglichen Aktivitäten gekennzeichnet ist.
Depression bei Kindern werden häufig nicht erkannt: Immer öfter leiden Kinder unter Depressionen. Meist ohne dass sie selbst, die Eltern oder ihre Lehrer das wissen. Die depressiven Störungen äußern sich auf ganz unterschiedlichen Wegen. Manche der betroffenen Kinder ziehen sich in sich selbst zurück, andere werden agressiv, streiten viel und schlagen um sich.
Mögliche Symptome depressiver Kinder:
Kleinkind (1-3 Jahre)
• Wirkt traurig, das Gesicht ist ausdrucklos
• Ist ängstlich und schüchtern
• Weint schnell oder wird schnell zornig
• Hat keine Lust zu spielen
• Schläft schlecht
• Lutscht viel am Daumen oder spielt mit den Geschlechtsteilen
• Wiegt sich hin und her
• Zeigt verändertes Essverhalten
Vorschulkind (3-6 Jahre)
• Wirkt traurig oder apathisch
• Zieht sich zurück oder reagiert aggressiv
• Leidet unter Alpträumen, wacht nachts oft auf
• Hat keine Freude am Spielen, kann sich auch sonst nicht so recht freuen
• Verliert Gewicht oder nimmt stark zu und bewegt sich ungern
Schulkind
• Erzählt, dass es traurig ist
• Spricht über Selbstmordgedanken
• Hat schlechtere schulische Leistungen
• Die Essgewohnheiten ändern sich ohne sonst erklärende Gründe
• Fühlt sich von den Eltern vernachlässigt
• Hat unbegründete Schuldgefühle
• Hat ein Gefühl der Hoffnungslosigkeit

geistige Behinderungen:
aufgrund der zunehmenden Auflösung von Förder- und Sonderschulen und somit der Einführung integrativer Schulen ist es nunmehr keine Ausnahme geistig behinderte Kinder zu unterrichten.

 Bei Verdacht auf geistige Behinderung oder psychische Erkrankung ist es sinnvoll erst den Schulpsychologen zu Rate zu ziehen!
Link:
- http://www.netdoktor.de/Krankheiten/Depression/Wissen/Depression-bei-Kindern-675.html
- http://www.medizinauskunft.de/artikel/familie/kinder/08_03_04_depressionen.php
- www.depressionen-depression.net/depressionen-bei-kindern/depressive-kinder.htm

- Was ist Legasthenie? (2010). Online verfügbar unter http://www.iflw.de/wissen/was_ist_legasthenie.htm, zuletzt aktualisiert am 19.02.2010, zuletzt geprüft am 12.07.2010. (Definition WHO Legasthenie)

Von Barbara Drespling und Simone Kielwein

Von Simone, 13. Juli 2010, 12:36 Uhr

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